GLOBALISIERUNG

In über 100 Staaten gibt es Fast-Food-Ketten mit weit über 130.000 Filialen, der globale Warenexport ist seit 1950 um 2.650 Prozent gestiegen und den 2,6 Milliarden Armen stehen 800 Milliardäre gegenüber. Die einen verbinden mit Globalisierung steigende Chancen für alle und wirtschaftlichen Aufschwung weltweit. Die anderen sehen den "Terror der Ökonomie" und sehen mehr Verlierer als Gewinner.

FAKTEN

Durch die Globalisierung vollzog sich (u. a. auch in Deutschland) ein Wandel von der Vollbeschäftigung zur Massenarbeitslosigkeit. Ganze Produktionsbereiche wurden nahe ausgerottet (Kameras, Computer, Handys, Textilien, Haushaltsgeräte, Büromaschinen usw.), die gut ausgebildeten Facharbeiter fielen in ein tiefes Loch oder mussten zu hohen Kosten umgeschult und dann zu weit schlechteren Konditionen in anderen Branchen sich verdingen.
Die Zukunftsperspektiven sogar der jungen Leute hat sich zum großen Teil dramatisch verschlechtert. An diesem generellen Trend ändert auch wenig der momentane Aufwärtstrend, der durch die Mehrwerststeueranhebung bei gleichzeitiger Absenkung der Lohnnebenkosten entstanden ist

siehe auch: www.globalisierungskritiker.de/

Multinationale Unternehmen können als treibende Kraft der Globalisierung betrachtet werden. Sie verfügen über große technische und finanzielle Ressourcen, ihr Anteil am Welthandel ist außerordentlich hoch. Durch ihre Bedeutung für Investitionen und Beschäftigung ergibt sich parallel zu ihrer ökonomischen auch ihre politische Macht.

ARMUT

Viele Menschen leben trotz Erwerbstätigkeit unter der Armutsschwelle. Die absolute Zahl der arbeitenden Personen, die in Haushalten mit einem Einkommen von zwei US-Dollar pro Tag und Kopf leben, hat sich bei knapp 1,4 Milliarden Personen stabilisiert.

Von besonderer Bedeutung ist im Zusammenhang der Globalisierung die Situation der Frauen. Die Globalisierung verlangt den Menschen in allen Erdteilen erhöhte Mobilität und mehr Bildung und Ausbildung ab. In beiden Hinsichten sind in vielen Ländern und in vielen Kulturen der Welt Frauen spezifisch benachteiligt. Entsprechend trifft der Verarmungstrend in manchen Ländern Frauen spezifisch härter als Männer.

siehe auch: www.globalisierung-online.de

KLIMAWANDEL

Nicht nur in den Kinos, sondern auch auf dem Buchmarkt zieht der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore gegen die globale Umweltzerstörung zu Felde. «Eine unbequeme Wahrheit» verkündet der Politiker, um der drohenden Klimakatastrophe entgegen zu treten. In Wort, Bild und Grafiken führt Gore plastisch die Fakten rund um die bereits begonnene Erderwärmung vor Augen.

siehe auch: http://movies.uip.de/eineunbequemewahrheit/ait_live/

GENTECHNIK

1973 erfolgte die erste Genmanipulation bei Mikroorganismen. 30 Jahre später werden in Kanada, den USA, aber auch China flächendeckend genmanipulierte Pflanzen angebaut. Die Versprechungen, wie Linderung des Welthungers oder Bekämpfung von Krankheiten dienen der Rechtfertigung für den radikalen Eingriff in die elementaren Lebensprozesse. Den wirtschaftlichen Nutzen haben die wenigen "Erfinder", meistens multinational agierende Pharma-Chemiekonzerne. Die Risiken werden verschwiegen oder herunter gespielt. Für die negativen Folgen wollen sie keine Verantwortung übernehmen. Schon jetzt sind in den USA und in Kanada schwerwiegende Probleme durch den Anbau genmanipulierter Pflanzen aufgetreten.

siehe auch: www.umweltinstitut.org/startseite.html

MILITARISIERUNG

Ökonomische und militärische Facetten westlicher Hegemonialpolitik bedingen sich gegenseitig: "Der Imperativ der Globalisierung ist Krieg". Der von der US-Regierung ausgerufene "Kreuzzug gegen den Terror" ist ein "permanenter Krieg".

Er wird im Wesentlichen geführt, um eine weltweite (Wirtschafts-) Ordnung militärisch durchzusetzen und abzusichern: Ein "doppelter Krieg" mit militärischen Mitteln und mit Marktmechanismen. Am Beispiel des Iraks wird deutlich, wie ökonomische Interessen und Kriegsführung ineinander greifen.

Westliche Politik führt z.B. in Somalia zu einer massiven Verarmung, dies zieht Verteilungskämpfe nach sich. Wenn westliche Interessen tangiert werden, folgen direkte (militärische) Interventionen mit dem Ziel der Herstellung ökonomischer und machtpolitischer "Ordnungen".

aus "Globalisierung und Krieg" von Claudia Haydt / Tobias Pflüger / Jürgen Wagner

siehe auch: www.imi-online.de

www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Globalisierung/

Initiativen aus den Städten der gesamten Rhein-Ruhr Region